Ein- und Ansichten

"Die Frauen mühen sich ein Leben lang ab, zu kochen und zu putzen, und die Männer mühen sich ein Leben lang ab, um das zu finanzieren."
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"Eigentlich kann ich nur leben, wenn ich schreibe."
(Tagebucheintrag, 1966)
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"Fast immer sind die Gedanken schneller als die Augen und verfälschen das Bild."
(aus Die Wand)
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"Schriftsteller wird von seiner Frau verwöhnt, bringt nichts zusammen, schliesslich schreibt die Frau."
(Notiz ohne Datum)
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"Wahrscheinlich bin ich verrückt und unbelehrbar, aber da kann man halt nichts machen".
(Brief vom 15.10.1963 an Hans Weigel)
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"Je älter ich werde, desto klarer sehe ich, wie hoffnungs- und auswegslos wir alle verstrickt sind und ich bin froh für jeden, der nie zu Bewusstsein kommt."
(Brief vom 23.07.1952 an Hans Weigel)
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"Dabei schreibe ich gern lustige Geschichten, die ich aber als unbefriedigend empfinde, als völlig abgesplitterten Teil einer Wirklichkeit, der aufgeblasen wird u. so Aspekte erreicht, die ihm nicht zustehen."
(Tagebucheintrag,1967)
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"Es ist auch sehr störend für mich, dauernd in mehreren Welten zu leben, die durch Abgründe getrennt sind. Dabei ist es seit jeher mein Bestreben, ein fast triebhafter Drang, Gegensätze zu versöhnen, Harmonie zu erzeugen u. die grosse Schizophrenie zu heilen."
(Brief an Jeannie Ebner)

Hinweise / Quellangabe

Die auf diesen Seiten veröffentlichten Angaben (teilweise Originaltexte) zur Person Marlen Haushofer stammen, falls nicht anders vermerkt, aus folgender Quelle:

Biografie "Die Frau Hinter der Wand" (von Liliane Studer)